- Bildaufbau/ Bildkomposition für schöne Bilder -

5. Bildgestaltung und Bildaufbau

Wer kennt es nicht: Man ist unterwegs, will etwas fotografieren,

die Kamera wird ausgepackt, das zu fotografierende Objekt wird

in der Bildmitte anfokussiert und fertig ist das Foto. Am besten

alles aus dem Stand und nicht großartig bewegen oder bücken.

Geht, aber diese Art von Fotos macht halt jeder Hobbyknipser.

Wer mehr aus seinen Bildern machen oder diese harmonischer

gestalten möchte sollte einige Fotografie- "Regeln" kennen.

Der goldene Schnitt legt zugrunde, nach welcher Regel wir das

zufotografierende Objekt am besten im Bild platzieren, um

einen möglichst harmonischen Anblick für den Betrachter zu

erzeugen. Und das ist keineswegs die Mitte.

Man spricht auch von einer Bildkomposition.

Ebenso konzentriert euch bei der Aufnahme auf das Wesentliche

und versucht nicht zu viele Details mit einer Aufnahme abzudecken.

 

Die Drittel-Regel:
Die meisten von euch haben schonmal das Gitter/ Raster im Display einer Digitalkamera oder auf dem Handy gesehen.

Jedenfalls hat man in den meisten Fällen die Möglichkeit es zu aktivieren.

Doch wofür ist dieses Raster?

Dieses Raster bzw. die Linien sind eine Hilfe um die Kamera richtig auszurichten. Das Gitter ist in neun gleichgroße Felder

aufgeteilt. So erhält man vier Hilfslinien und vier Schnittpunkte die einem helfen das Bild zu gestalten.

 

Beispiel 1 - Die Schnittpunkte (goldener Schnitt):
Man plaziert das Gesicht einer Person oder das zu

fotografierende Objekt an einem der vier Schnittpunkte des

Gitters.

Bei Personen oder Tieren sollte man zusätzlich darauf achten

- die Augen anzufokussieren.

- auf Augenhöhe zu fotografieren

- das Kinn nicht abschneiden und

- die Person in den freien teil des Bildes gucken zu lassen und

  nicht z.B. Jemanden rechts plazieren und dann noch rechts aus

  dem Bild gucken lassen. So sieht es aus als würde man das

  Foto verlassen oder etwas hinter sich lassen.

  Das ist natürlich Ok wenn es so gewollt ist!

 

Beispiel 2 - Vertikale Linien:

Bei dieser Variante plaziert man z.B. einen Baum, Turm,

Pfosten oder Personen an einer der beiden vertikalen

Linien. Bei Personen sollte man auch hier wieder beachten

das sie sich ins Bild herein bewegen oder schauen und sich

nicht zum Rand hin abwenden.

Der Himmel mit dem Sonnenuntergang nimmt 2/3 ein. Zusätzlich liegt die Sonne noch im goldenen Schnitt

Beispiel 3 - Horizontale Linien (Drittel-Regel)

Die Horizontalen Linien werden oftmals für Landschafts-

aufnahmen verwendet. Man richtet den Horizont an den

zwei horizontalen Linien im Display aus. Dabei sollte man

immer den interessanteren Teil des Bildes mit 2/3 ausfüllen.

Fotografiert man z.B. eine Wiese an einem wolkenlosen Tag

(Himmel ist nur hell und ohne Strukturen) so sollte dieser

weniger schöne Teil nur 1/3 des Bildes einnehmen und 2/3

mit der Wiese ausgefüllt sein.

 

 

 

Die zwei Bilder geben ein Beispiel wie man diese

Regel in der Landschaftsfotografie anwendet.

 

Hier ein Beispiel des Handydisplays, mit eingeblendetem Raster (iphone 5s)

 

Der Horizont sollte nicht in der Mittte liegen. Dieser Bildaufbau

wird meist vermieden, da diese zwei gleich große Flächen im

Wettstreit stehen würden.

Linienführung

Unsere Augen folgen Linien im Bild automatisch. Wenn ihr Linien ins

Bild setzen könnt, lasst sie auf das Hauptmotiv zulaufen.

Sie können verbinden, trennen, Bezüge herstellen.

Ebenso können sie dem Bild eine Balance geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem helfen diese Regeln ein Bild harmonischer zu gestalten

oder interessanter wirken zu lassen. Sie sind aber nicht zwingend! Sie

müssen auch nicht millimetergenau angewendet werden.

Jedoch ist es besser sich an einige Regeln zu halten als wahrlos

loszuknipsen, in der Hoffnung ein schönes Bild zu bekommen. ;)

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2016 by G. Weiland/ PIC-JAR