- Welchen Filter für welche Situation? -

Man findet in den Läden die verschiedensten Filter. Hier werden die wichtigsten bzw. meistverwendetsten Modelle erklärt.

Hinweis: Jede zusätzliche Scheibe vor dem Objektiv hat einen Einfluß auf die schärfe des Bildes. Ebenso kann sich die Anzahl von Lensflares (Sonnenflecken) duch jede Scheibe erhöhen.

UV Filter

UV Filter sind eigentlich dafür konzipiert, ultra-violettes Licht zu

blockieren. Was im ersten Moment sinnvoll klingt, erweist sich bei

Digitalkameras als überholt. Denn gebräuchliche Sensoren besitzen

bereits einen eingebauten UV-Filter. Diese Filter werden aber immer

noch erfolgreich verkauft. Sie dienen als kostengünstiger Schutz vor

Beschädigungen der Frontlinse. Die meisten Fotografen zahlen

lieber 10-20 Euro für einen UV Filter als 200 Euro für die Reparatur

ihres Objektivs.

Polarisationsfilter

Polarisiationsfilter (oder kurz Polfilter genannt) beseitigen störende

Lichtreflexe auf spiegelnden Oberflächen wie z.B. Glas oder Wasser

und erhöhen dadurch die Klarheit der Aufnahmen. Die Wirkung des

Polfilters ist abhängig vom Aufnahmewinkel zur reflektierenden

Oberfläche. Deshalb verfügen Polfilter über ein Drehgewinde. Wenn

man bei der Spiegelreflexkamera durch den Sucher schaut sieht

man,wie durch Drehen der vorderen Filterhälfte sich das Bild

verändert, wie Reflexe verschwinden und Farben satter werden.

Ebenso erhöht sichder der Kontrast.

 

 

Auf den unteren Bildern erkennt man gut den Unterschied. Auf

beiden Bildern ist der Polfilter aufgeschraubt. Beim zweiten Bild

wurde der Filter allerdings in die richtige Position gedreht um die Reflektionen zu minimieren.

Polfilter nicht ausgerichtet. Strarke Reflektionen im Bild.

 

 

Polfilter ausgerichtet. Reflektionen wurden minimiert.

 

 

ND Filter/ Graufilter
Ein ND-Filter (ND= Neutrale Dichte) macht nichts anderes als die

einfallende Lichtmenge zu reduzieren. Die daraus resultierenden

veränderten Verschlusszeiten ermöglichen längere Belichtungen,

die ohne Filter für Langzeitbelichtungen am Tag nicht zu erreichen

wären.
Der Filter spielt uns also eine veränderte Lichtsituation vor.

Kurz gesagt: Er wirkt wie eine Sonnenbrille vor dem Objektiv.

Je nach Stärke des Filters können bei verschiedenen Tageszeiten

unterschiedliche „Effekte“ ohne Bildbearbeitung erzeugt. Durch die

Verwendung eines ND-Filters entsteht der Effekt der schnell

ziehenden Wolken oder fließendes oder nebelartiges Wasser bei

Flüssen, Seen und Wasserfällen. Auch Personen, die sich durch

ein Bild laufen, können durch eine Langzeitbelichtung komplett

"ausgeblendet" werden.
ND Filter gibt es in verschiedenen stärken. Z.B. 8X, 64X, 1000x. Diese Zeit gibt den Wert an um welchen Faktor man die Zeit

verlängern kann.
Beispiel: ND Filter 1000X aufschrauben und die Zeit mit Filter-Faktor multiplizieren: 1/125 Sek. X 1000 = 8 Sek.

 

Die Filter gibt es als Schraubfilter- oder Steckfiltersysteme. Die Schraubfilter sind meiner Meinung besser da am Rand

durch das Gewinde kein Licht dringen Kann. Beim Steckfilter muß die Scheibe schon sehr gut anliegen damit kein Licht

am Rand durchscheint.

 

ND Verlaufsfilter (Grauverlaufsfilter)
Jeder kennt das Problem: Man möchte eine schöne

Landschaftsaufnahme machen und hat entweder einen optimal

beleuchteten Himmel, mit schönerZeichnung, und der Vordergrund

ist stark unterbelichtet. Oder die Lanschaft ist optimal belichtet aber

der Himmel ist viel zu hell oder sogar "ausgebrannt" weil die

Belichtungszeit auf die Landschaft abgestimmt war.
Ein Grauverlaufsfilter reduziert das "zuviel" vorhandene Licht im

Himmel und ermöglicht es uns auf diese Weise, das Bild gleichmäßig
auszuleuchten.

Kurz: Er dunkelt den Himmel wie eine Sonnenbrille ab.

 

Es gibt zwei Arten von Verlaufsfiltern:

 

1. Stecksysteme bei denen der Filter in eine Halterung am Objektiv

    geschoben wird.Der Vorteil bei dem System ist das der Filter genau auf den Horizont abgestimmt werden kann.

    Der Nachteil ist das die Filter, durch die zusätzliche Halterung, wesentlich teurer sind und mehr Platz beim Transport benötigen.
2. Schraubfiltersysteme bei denen der Filter vors Objektiv geschraubt wird. Bei diesem System ist der Verlauf genau in der

    Mitte des Filters und man ist dementsprechend gezwungen den Horizont mittig nach dem Verlauf auszuwählen.Vorteil ist das

    diese Filter oft günstiger sind und leichter zu transportieren.

 

Beide Arten gibt es, wie bei den ND Filtern, in verschiedenen Stärken um verschiedene Lichtverhältnisse auszugleichen.

Ebenfalls gibt es diese Filter auch in verschiedenen Verlaufsfarben. Allerdings sei dazu gesagt das die farbigen Filter recht

unnatürlich und künstlich aussehen. Diese Farbverläufe sollte man lieber in der Nachbearbeitung einfügen.

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